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Auf Parzelle 2162, Allmend 5 im Zentrum von Gelterkinden BL entsteht ein neues medizinisches Zentrum mit Wohnungen:

Die Gliederung des Grundvolumens besteht aus drei Baukörpern mit einem auf der Nordseite mittig angeordneten Treppenhaus. Um den Arbeits- und Wohnräumen bestmögliches Tageslicht mit maximaler Sonneneinstrahlung auch in den Wintermonaten zu bieten, sind die drei Baukörper gegeneinander verschoben. Durch die höhere Fassadenabwicklung können die Haupträume längs der Fassade mit geringerer Raumtiefe angeordnet werden.
Das Gebäude liegt an der Nord-Ost Seite der Parzelle um den Gartenbereich im Süden frei zu halten.

Das Konzept „healthcare and living“ wird in der Umgebungsgestaltung aufgenommen und als Themengarten umgesetzt.
Natürliche Freiformen gliedern den Aussenraum in die verschiedenen Nutzungsbereiche. Der natürliche Geländeverlauf wird berücksichtigt und nur in den Aufenthaltszonen verändert. Im Bereich der Freiflächen befinden sich verschiedene Heilpflanzen, Sträucher und einzelne Baumgruppen.
Der Freiraum vor dem Haupteingang besitzt die notwendige Freifläche für das Ein- und Aussteigen der Besucher und die Zufahrt eines Ambulanzfahrzeugs. Direkt daneben befindet sich der Aussenbereich für das interne Bistro, welcher mit dem Innenraum verbunden ist. Der Themenweg führt um das ganze Gebäude und verbreitert sich im Südwesten zu einer Aufenthaltszone für die Bewohner. Die verschiedenen Grünflächen dienen zur Darstellung von Heilpflanzen und werden als Bildungsweg beschriftet. Am Schluss führt der Weg in den nordöstlichen Hofbereich mit einem direkten Zugang in das Treppenhaus.

Die zentrale Gebäudeerschliessung erfolgt über die grosszügige Eingangshalle, welche direkt an die Allmend angeordnet ist.
Der motorisierte Verkehr wird vom Vorplatz entlang der Parzellengrenze über eine zweispurige Rampe in die Autoeinstellhalle mit 38 Diagonal-Parkfeldern (inkl. IV- und Elektroparkplätzen) mit einer einspurigen ringförmigen Fahrgasse geführt. Über die AEH gelangt man hindernisfrei und wettergeschützt in das Treppenhaus mit dem Lift für die Praxen und einem weiteren Lift für die Wohnetagen. Folglich ist der Aussenraum befreit von jeglicher MFZ-Parkierung. Fast der komplette Freiraum steht den Bewohnern, Mitarbeitern und Besuchern als Erholungsraum zur Verfügung.

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Im Erdgeschoss befindet sich als Kernstück des neuen medizinischen Zentrums im Oberbaselbiet “eira healthcare” die erweiterte Hausarztpraxis mit diversen Spezialsprechstunden für eine wohnortnahe Grundversorgung der Bevölkerung. Das Konzept verkörpert die hohe medizinische Kompetenz und verschafft dem Patienten Sicherheit und Vertrauen.
Über die Eingangshalle separat zugänglich ist ein Seminarraum und ein kleines öffentliches Café/Bistro mit Aussenbereich.

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Die Praxen im 1. Obergeschoss ermöglichen eine freie Mietflächeneinteilung. Tragstruktur und Schächte werden punktuell zusammengefasst. Nebenräume können nach Bedarf um die Trag- und Schachtstruktur angeordnet werden.

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Die Wohngeschosse – “eira living” im 2.OG und 3.OG – sind identisch angelegt. Pro Geschoss sind zwei 2.5- und drei 3.5-Zimmer Wohnungen angeordnet. Jede Wohnung profitiert von mindestens zwei Himmelsrichtungen und einem Aussenraum in Form eines Balkons. Alle Wohnungen sind Rollstuhl gerecht dimensioniert und verfügen über eine eigene Waschmaschine/einen eigenen Tumbler.
Bei den 3.5 Zimmer Wohnungen kann das zweite Zimmer variabel als erweiterter Wohnraum oder als zusätzliches Schlafzimmer genutzt werden.

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Die Dachfläche wird soweit möglich mit einer Photovoltaik Anlage ausgerüstet.

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Das Gebäude wird gemäss dem aktuell höchsten Baustandard Minergie-P-Eco realisiert und erfüllt damit maximale Ansprüche an Qualität, Komfort und Energie. Der Zusatz Eco ergänzt den Minergie-P Standard mit den Themen Gesundheit und Bauökologie. Ziel ist es, für die Nutzer des Gebäudes eine Atmosphäre zu schaffen, die Wohnlichkeit ausstrahlt und gesundheitsfördernd ist. Gleichzeitig soll das Gebäude aber auch langfristig wirtschaftlich effizient betrieben werden können.
Die Struktur besteht hauptsächlich aus Holz (Skelettbauweise) und berücksichtigt Nachhaltigkeitsansprüche an die Materialisierung. Eine tragende Fassade und ein aussteifender Erschliessungskern sowie punktuelle Schacht- und Tragelemente definieren das statische Konzept mit seinem gleichmässigen Stützenraster in Skelettbauweise. Das garantiert eine hohe Flexibilität, sei es im Rahmen der Planung oder auch hinsichtlich späterer Veränderungen.
Die Fassade dient als natürliches Kleid für das Gebäude. Die Behandlung der Holzverkleidung ermöglicht einen einheitlichen natürlichen Alterungsprozess. Sie wird mit horizontalen Metallbändern unterteilt, wodurch jedes Geschoss ablesbar und dem baulichen Brandschutz Rechnung getragen wird. Sämtliche Metalloberflächen (z.B. Fenster mit Fensterzargen, Geländer, etc.) sind auf die Fassadenfarbe abgestimmt.
Mit farbigen Stoffstoren vor den Fenstern und den Balkonbereichen erhält das Gebäude eine Frische im Ausdruck und unterstützt die Individualität von Praxen und Bewohnern.
Auch die Innenbereiche werden durch eine natürliche Materialisierung in Holz mit nordischem Flair und einer fröhlichen Farbgebung gestaltet. Hierdurch werden Wärme und Wohlbefinden vermittelt.

 

Geplant ist, im Frühjahr 2021 mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude zu beginnen. Der Betrieb der bestehenden Hausarztpraxis ist während der gesamten Bauzeit in einem Provisorium auf der gegenüberliegenden Allmendwiese vollumfänglich gewährleistet. Der Bezug der neuen Praxisräumlichkeiten und Wohnungen ist für Ende 2022 vorgesehen.

 

Uns allen liegt dieses richtungsweisende Projekt sehr am Herzen!

Projektbeteiligte

Bauherrschaft
eira ag, Ormalingen
(Dr. med. Markus Schönenberg)

Vertretung Bauherrschaft
GR Engineering AG, Liestal

Architektur
arco plus AG SIA, Rheinfelden
Atelier F-Geschoss GmbH, Basel